Drohende Hinrichtung: Athleten Deutschland fordert Einsatz für Navid Afkari

Berlin, 10.09.20. Athleten Deutschland fordert die iranische Justiz dazu auf, die angekündigte Hinrichtung des iranischen Ringers Navid Afkaris zu stoppen, und hat sich damit in den vergangenen Tagender internationalen Bewegung aus Sport- und Menschenrechtsorganisationen rund um die World Players Association angeschlossen.

Maximilian Klein, Beauftragter für Internationale Sportpolitik: „Wir sind uns gewiss, dass die deutsche Bundesregierung bereits alles in ihren Möglichkeiten Stehende tut, um auf den Stopp der Hinrichtung hinzuwirken. Gleichzeitig müssen das IOC, Sportverbände,wie United World Wrestling (UWW) oder auch die FIFA, sowie Sponsoren ihren Einfluss nutzen, um Navid vor dem Tod zu bewahren. Ein Land, das Menschenrechte derart mit den Füßen tritt, kann nicht Teil der globalen Sportgemeinschaft sein, die sich der Wahrung der Menschenwürde verschreibt.“

Johannes Herber, Geschäftsführer von Athleten Deutschland, ergänzt: „Wir rufen alle Athletinnen und Athleten dazu auf, sich mit Navid Afkari zu solidarisieren. Als Athleten – und Sportgemeinschaft müssen wir uns schützend vor ihn stellen. Wenn der friedliche Protest eines Athleten mit Folter und Hinrichtung erwidert wird, dürfen wir nicht schweigen.”

Der 27-jährige Ringer gestand unter Folter die Tötung eines Sicherheitsbeamten und wurde
zweifach zum Tode verurteilt, nachdem er im Jahr 2018 an einer Demonstration gegen die
wirtschaftliche und politische Lage im Land teilgenommen hatte

Die Petition für Navid Afkari kann hier unterschrieben werden. Solidarisierungsbekundungen können in den sozialen Medienunter dem Hashtag #SaveNavidAfkari geteilt werden.

Maximilian Klein
Beauftragter für­ Internationale­ Sportpolitik und ­Organizing
m.klein@athleten-deutschland.org