
Spitzenleistungen verlangen Spitzenbedingungen. Athlet*innen verdienen ein Umfeld, das sie bestmöglich unterstützt – unabhängig von Sportart oder Wohnort.
Warum wir uns engagieren
Erfolg im Spitzensport hängt nicht nur von Talent und Training ab. Athlet*innen benötigen gute Trainingsstätten, qualifizierte Trainer*innen, medizinische Betreuung, Sportpsychologie, Ernährungsberatung und Unterstützung bei der dualen Karriere. Die Qualität dieser Angebote unterscheidet sich jedoch teilweise erheblich. Mit der Spitzensportreform wurden wichtige strukturelle Veränderungen angestoßen. Entscheidend wird nun sein, dass Athlet*innen unabhängig von Sportart oder Wohnort gleichwertige Rahmenbedingungen vorfinden.
Was wir bisher gemacht haben
Athleten Deutschland hat die Weiterentwicklung des Stützpunktsystems im Rahmen der Spitzensportreform und des Sportfördergesetzes intensiv begleitet. Dabei haben wir uns gegen pauschale Zentralisierungsvorgaben ausgesprochen und stattdessen eine stärkere Orientierung an den Bedürfnissen der Athlet*innen gefordert. Zudem haben wir Vorschläge für mehr Transparenz, Mitbestimmung und eine bessere Datengrundlage bei Strukturentscheidungen eingebracht. Damit haben wir dazu beigetragen, dass erstmals eine systematischen Bundesstützpunktanalyse durchgeführt wird, bevor Entscheidungen über Schließungen getroffen worden.
Was noch getan werden muss
Das Stützpunktsystem muss sich stärker an der Qualität der Angebote und den tatsächlichen Bedürfnissen der Athlet*innen orientieren. Dafür setzen wir uns ein:
transparente Entscheidungen über Standorte und Förderstrukturen
eine auskömmliche Finanzierung der Olympia- und Bundesstützpunkte
hochwertige und niedrigschwellige Serviceangebote für Athlet*innen
inklusive und barrierefreie Strukturen für paralympische und gehörlose Athlet*innen
mehr Mitbestimmung von Athlet*innen bei Strukturentscheidungen
ein Qualitätsmanagement auf Grundlage von regelmäßigem Athlet*innenfeedback
soziale Verträglichkeit, wenn Stützpunkte geschlossen oder verlegt werden
Athlet*innen, die erfolgreich außerhalb klassischer Stützpunktstrukturen trainieren, dürfen dabei keine Nachteile bei Förderung, Nominierung oder Karriereplanung erfahren.