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Athleten Deutschland steht hinter deutscher Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele

Starkes Signal: Auf der Mitgliederversammlung haben die Mitglieder klar für eine deutsche Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele votiert.
4 Min
2026-09-12
Die olympischen Ringe vor einem Gebäude.

Athleten Deutschland spricht sich erneut ausdrücklich für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland aus. Auf der Mitgliederversammlung am 12. September 2026 verabschiedeten die Athletinnen und Athleten eine gemeinsame Position zur deutschen Bewerbung - alle Hintergründe und Informationen hier. Darin unterstützt Athleten Deutschland das Ziel, die Spiele erstmals nach 1972 nach Deutschland zu holen. Gleichzeitig formuliert der Verein klare Erwartungen an eine Bewerbung und eine mögliche Austragung. „Wir wollen Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland. Sie können für die Athletinnen und Athleten, den Sport und unser Land viel bewegen. Entscheidend ist aber, wie diese Spiele geplant werden und was von ihnen bleibt. Die Athletinnen und Athleten müssen dabei von Anfang an eine starke Stimme haben“, sagt Pia Greiten, Präsidentin von Athleten Deutschland. 

 

„Athletes First“ mit Leben füllen 

 

Athletinnen und Athleten sollen die Bewerbung von Anfang an mitgestalten. Athleten Deutschland fordert dafür einen divers besetzten Rat mit Athletinnen und Athleten. Außerdem sollen die olympischen und paralympischen Sportlerinnen und Sportler in den zentralen Entscheidungsgremien vertreten sein. „Unsere Athletenvertretung gehört zu den bestorganisiertesten und engagiertesten in der Welt. Diese Ressource sollte strategisch genutzt werden, um im Bewerbungsprozess zu punkten. Wir haben echtes Potenzial, das Motto „Athletes First“ mit Leben zu füllen. Jetzt blicken wir gespannt auf die DOSB-Mitgliederversammlung am 26. September“ ergänzt Vize-Präsidentin Léa Krüger.

 

Deutschen Sport auf Weltniveau heben 

 

„Athletes First“ ist das von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry formulierte Leitmotiv. Damit es zum Markenzeichen einer deutschen Bewerbung wird, müssen sich die Interessen der Athletinnen und Athleten in der Planung und späteren Ausrichtung der Spiele wiederfinden. Gleichzeitig sollte die Bewerbung als Impuls dienen, notwendige Reformen schneller voranzubringen und die Bedingungen im deutschen Spitzensport auf Weltniveau zu heben. Dazu gehören eine verlässliche und ausreichende Finanzierung der Athletenförderung ebenso wie die konsequente Umsetzung der bereits beschlossenen Reformen – etwa ein leistungsfähigeres Stützpunktsystem und bessere Arbeitsbedingungen für Trainerinnen und Trainer.

 

Bewerbung muss nachhaltigen Mehrwert schaffen 

 

Über die unmittelbaren Belange der Athletinnen und Athleten hinaus formuliert Athleten Deutschland folgende Erwartungen an den Bewerbungsprozess: 

  • Die Bewerbung braucht eine gemeinsame Zielsetzung: Es muss klar sein, welche sportlichen und gesellschaftlichen Ziele mit den Spielen verfolgt werden – und woran ihr Erfolg später gemessen wird.
  • Inklusion muss von Beginn an mitgedacht werden: Olympische und Paralympische Spiele müssen gleichberechtigt geplant und umgesetzt werden. „Design for All“ sollte dabei handlungsleitend sein.
  • Integrität ist nicht verhandelbar: Fairness, Menschenrechte, Good Governance sowie verbindliche Safe-Sport-Standards müssen gewährleistet sein.
  • Kosten, Risiken und Nutzen müssen transparent sein: Finanzierung, öffentliche Kosten, Risiken und langfristige Folgekosten müssen nachvollziehbar offengelegt werden.
  • Nachhaltigkeit muss Maßstab sein: Die Spiele müssen ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig geplant werden und langfristige Mehrwerte für Bevölkerung und Sport schaffen.
  • Die Gesellschaft muss fortlaufend informiert und beteiligt werden: Beteiligung und transparente Information müssen den gesamten Bewerbungs- und Vorbereitungsprozess begleiten.

 

Mitgliederversammlung fasst weitere Beschlüsse 

 

Neben der Position zur Olympiabewerbung standen bei der 9. Mitgliederversammlung noch weitere Punkte auf der Tagesordnung. Geschäftsführer Johannes Herber berichtete über die Entwicklungen und die Aufgaben des Vereins im laufenden Kalenderjahr. Die Mitglieder wählten außerdem neue Verantwortliche für die Kassenprüfung. Alle erforderlichen Beschlüsse, einschließlich der Genehmigung des Finanzberichts, der Entlastung des Präsidiums und des Geschäftsführers und der Genehmigung des Haushaltsplans für 2027, wurden ordnungsgemäß gefasst.