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München deutscher Bewerber für Olympische & Paralympische Spiele

Mit der Wahl von München beginnt jetzt die nächste Phase, in der die konsequente Beteiligung der Athletinnen und Athleten und die Stärkung des Spitzensports im Mittelpunkt stehen sollten.
4 Min
2026-09-26
Ein Blick auf München mit Frauenkirchen und Marienplatz.

Athleten Deutschland e.V. gratuliert München zur Wahl als deutscher Bewerber für Olympische und Paralympische Spiele. Zugleich würdigt die Athletenvertretung den vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) organisierten Auswahlprozess sowie das große Engagement der Städte und Regionen, in dessen Rahmen bereits zahlreiche positive Impulse für den Sport gesetzt wurden. „Wir gratulieren München und allen Beteiligten herzlich zu diesem Erfolg. Für die deutsche Bewerbung drücken wir die Daumen und werden uns konstruktiv in den weiteren Prozess einbringen. Mit einer konsequenten Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Athletinnen und Athleten wird München im internationalen Wettbewerb punkten können“, sagt Pia Greiten, Präsidentin von Athleten Deutschland.

 

Der Verein steht vollumfänglich hinter dem Ziel, Olympische und Paralympische Spiele nach 1972 erstmals wieder nach Deutschland zu holen. Die deutsche Bewerbung steht jetzt vor der Herausforderung, ihre Stärken im globalen Vergleich zu akzentuieren. Dazu gehört, das von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry formulierte Leitmotiv „Athletes First“ konsequent umzusetzen und die Athletinnen und Athleten von Beginn an am Bewerbungsprozess zu beteiligen. Ihre Perspektiven müssen verbindlich in Konzepte und Entscheidungen einbezogen werden. Außerdem müssen die Spiele den Spitzensport stärken: Die Bewerbung darf nicht von bestehenden Herausforderungen ablenken, sondern muss notwendige Reformen beschleunigen und die Rahmenbedingungen für Athletinnen und Athleten verbessern. Welche Anforderungen Athleten Deutschland mit einer deutschen Bewerbung verbindet, hat die Mitgliederversammlung im September 2026 in einer gemeinsamen Position beschlossen:
 

  • Die Bewerbung braucht eine gemeinsame Zielsetzung: Es muss klar sein, welche sportlichen und gesellschaftlichen Ziele mit den Spielen verfolgt werden – und woran ihr Erfolg später gemessen wird.
  • Inklusion muss von Beginn an mitgedacht werden: Olympische und Paralympische Spiele müssen gleichberechtigt geplant und umgesetzt werden. „Design for All“ sollte dabei handlungsleitend sein.
  • Integrität ist nicht verhandelbar: Fairness, Menschenrechte, Good Governance sowie verbindliche Safe-Sport-Standards müssen gewährleistet sein.
  • Kosten, Risiken und Nutzen müssen transparent sein: Finanzierung, öffentliche Kosten, Risiken und langfristige Folgekosten müssen nachvollziehbar offengelegt werden.
  • Nachhaltigkeit muss Maßstab sein: Die Spiele müssen ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig geplant werden und langfristige Mehrwerte für Bevölkerung und Sport schaffen.
  • Die Gesellschaft muss fortlaufend informiert und beteiligt werden: Beteiligung und transparente Information müssen den gesamten Bewerbungs- und Vorbereitungsprozess begleiten.

 

Athleten Deutschland wird sich dafür einsetzen, dass diese Punkte im weiteren Verlauf ausreichend Beachtung finden. Das Ziel ist eine Bewerbung, die nicht nur international konkurrenzfähig ist, sondern zeigt, wie moderne Olympische und Paralympische Spiele im Interesse der Athletinnen und Athleten und mit nachhaltigem Mehrwert für die Gesellschaft gestaltet werden können.