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Athleten Deutschland und HateAid bündeln Kräfte gegen digitale Gewalt

Die Athletenvertretung und die gemeinnützige Organisation setzen sich gemeinsam für Menschenwürde, Fairness und den Schutz von Athlet*innen ein.
3 Min
2026-04-21
Logos von Athleten Deutschland und HateAid

Athleten Deutschland und HateAid gehen ab sofort eine Kooperation ein, um deutsche Bundeskaderathlet*innen gezielt vor Hass, Anfeindungen und digitaler Gewalt zu schützen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Betroffene stärker zu sensibilisieren, niedrigschwellige Beratungsangebote bereitzustellen und konkrete Unterstützung im Umgang mit digitaler Gewalt zu ermöglichen. Dabei bündeln die unabhängige Athletenvertretung und die gemeinnützige Organisation ihre Kompetenzen. „Athlet*innen sind aufgrund ihrer öffentlichen Sichtbarkeit besonders häufig Anfeindungen in sozialen Medien und anderen digitalen Räumen ausgesetzt. Mit dieser Kooperation schaffen wir einen klaren Schutzraum: für Prävention, schnelle Hilfe und langfristige Stärkung der Betroffenen“, sagt Johannes Herber, Geschäftsführer von Athleten Deutschland. „Sport ist ein zentraler gesellschaftlicher Bereich. Wenn Hass und Diskriminierung online stattfinden, untergräbt das nicht nur die Werte des Sports, sondern auch die Würde der Menschen. Unser gemeinsames Modell kann auch für andere gesellschaftliche Bereiche wegweisend sein“, erklärt Anna-Lena von Hodenberg, Geschäftsführerin von HateAid. 

 

Zwei zentrale Säulen der Zusammenarbeit 

 

Athleten Deutschland erweitert durch die Partnerschaft sein Unterstützungsangebot und bleibt weiterhin die vertrauensvolle Anlaufstelle für Athlet*innen. Anfragen zu digitaler Gewalt werden von unseren geschulten Ansprechpersonen aufgenommen. Sollte eine spezialisierte Unterstützung notwendig sein, verweisen wir an die Expert*innen von HateAid. Sie bieten unter anderem vertiefende Beratung, rechtliche Hilfe und IT-Sicherheitsberatung an. 

Hier gibt es alle Informationen im gemeinsamen Kampf gegen Hass im Netz auf einen Blick. 

 

Außerdem werden die beiden Teams digitale Informationsveranstaltungen und Workshops für interessierte Athlet*innen anbieten, die Wissen über digitale Gewalt vermitteln, konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und die digitale Sicherheit der Teilnehmenden stärken. „Grenzverletzungen, Beleidigungen oder geschlechtsspezifische digitale Gewalt – die thematischen Schwerpunkte können variieren“, unterstreicht von Hodenberg. „Hate Speech ist kein Randphänomen, sondern eine reale Belastung – das haben die Olympischen und Paralympischen Winterspiele unterstrichen. Deshalb möchten wir Unterstützungsangebote perspektivisch aufbauen und stärken“, ergänzt Herber.

 

Hinweis: Der erste Workshop findet am 27. Mai statt und beschäftigt sich mit dem Umgang mit digitaler Gewalt und Hass im Netz (hier anmelden). Anhand von Fallbeispielen und konkreten Methoden vermittelt der Workshop, was digitale Gewalt ist, woher sie kommt und wie man sie erkennen sowie ihr entgegenwirken kann. Dabei stehen sowohl akute Handlungsmöglichkeiten als auch präventive Strategien im Mittelpunkt.